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[Editors note: This information is provided by the Pewter Guild of Bavaria and Baden-Wuerttemberg, Muenich, Germany.

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Schweizer Pewter Ornaments

from Diessen near Munich-

considered Europe's finest.

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Zinn Fibel

Kuehn Pewter Gifts

from Koenigsbrunn near Augsburg-

ornaments and jewelry

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Zinn ist eines der altesten Metalle, die sich der Mensch schon seit etwa fuenf Jahrtausenden nutzbar macht. Zinn, mit Kupfer legiert, hat als Bronze einem ganzen Zeitalter seinen Namen gegeben.

Im Mittelalter, als es im Erzgebirge noch reiche Zinnvorkommen gab, verdraengte das Zinngeschirr die irdenen und hoelzernen Teller und Schuesseln aus Burger- und Bauernstuben. Zinn zum Tischgebrauch ist also schon seit Jahrhunderten bekannt.

In vielen Gaststaetten werden heute wieder Speisen und Getraenke in Zinn serviert. Auch zu Hause sollten Sie das versuchen. Tragen Sie doch einmal nach altem Brauch Wuerste und Kraut, Brot und Kaese oder einen Braten Zinntellern und in Zinnschuesseln auf. Wie herrlich frisch und kuehl schmecken Bier und Wein aus zinnernen Bechern und Kruegen. Zinn erhalt das Aroma. Koestlich duften Kaffee und Tee aus der sich lange heisshaltenden Zinnkanne. Das Zinngeschirr auf Ihrem Tisch wird eine festliche Atmosphaere schaffen und Ihnen als Gastgeber Bewunderung einbringen.

Zinnteller und Zinnkannen strahlen durch ihren mattschimmernden Behaglichkeit und Waerme aus und zaubern Gemuetlichkeit in Ihr Heim.

Hochwertiges Zinn traegt das Handwerkssiegel

Bei dem heute grossen Zinnsortiment faellt es nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Um dem Kunden den Kauf von gutem Zinn zu erleichtern, hat die Innung des Zinngiesserhandwerks ein Qualitaetszeichen geschaffen, das Handwerkssiegel.

Dieses Handwerkssiegel garantiert den unbedenklichen Gebrauch von Zinn fuer Speisen und Getranke durch die Verwendung einer Metallegierung nach DIN 17810.

Es bietet die Gewaehr dafuer, dass die Gegenstaende massiv gegossen nach alter Handwerkstradition verarbeitet sind.

Unsere Meisterwerkstaetten bemuehen sich besonders um Stilreinheit der verwendeten Formen.

Bei Zinn mit dem Handwerkssiegel kann der Kaeufer siecher sein, keine billige, industriell gefertigte Massenware zu erhalten.

Der Zeichen auf Ihre Zinn Produkten koennen Sie vertrauen. Es heisst Das Handwerkssiegel der Zinngiesserinnung!

Gutes Zinn, ein Wert fuer Generationen

Wenn man weiss, dass Konservendosen, Back- und Kochgeschirr verzinnt sind, wird man leicht einsehen, dass qualitativ hochwertiges Zinngeschirr unbedenklich im Gebrauch mit Speisen und Getraenken ist. Zinn ist geruchs- und geschmacksneutral.

Leider haben in den letzten Jahren einige branchenfremde Hersteller versucht, sogenanntes Zinngeraet moeglichst billig anzubieten, und dabei Materialien verwendet, die nicht den Anforderungen des deutschen Lebensmittel- und Bedarfsgegenstaendegesetzes entsprechen. Die Bezeichnungsregelung RAL-RG 683 des Ausschusses fuer Lieferbedingungen und Guetesicherung besagt, dass als Zinn nur bezeichnet werden darf, was einen Mindestgehalt von 90% Zinn aufweist. Bei weniger als 90% darf es nur als Zinnliegierung bezeichnet werden, und aus diesem Material darf kein Gebrauchsgeschirr hergestellt werden.

Unsere Innungsbetriebe, die das Handwerkssiegel verwenden, haben sich durch eidesstattliche Verpflichtung der DIN-Norm 17810 unterworfen, die noch wesentlich strengere Massstaebe ansetzt und eine Beimengung schaedlicher Stoffe praktisch ausschliesst.

Zinn hat von Natur aus eine mattsilbrige Farbe. Im Laufe der Zeit und durch den Gebrauch entsteht wie bei jedem Metall, so auch bei Zinn, durch Luftoxydation eine geringe Nachdunklung. Diese natuerliche Patina wie sie vielen alten Zinngerăten eigen ist, wird von Kennern geschaetzt, da sie eine angenehme Waerme ausstrahlt. Eine kuenstliche, chemisch hervorgerufene Patina soll dem Gegenstand ein vorzeitig antikes Aussehen verleihen. Dies stellt keineswegs eine Wertsteigerung dar, sondern ist eine Frage des persoenlichen Geschmacks.

Dem Zinngiesserhandwerk ist es fremd, einmalige Massenauflagen auf den Markt zu werfen. Im allgemeinen bleibt unserem Kunden die Nachlieferung von Gegenstaenden bestimmter Formen auf lange Jahre hinaus gesichert. Wenn Sie Ihr Service bzw. Ihre Sammlung Stueck fuer Stueck komplettieren wollen, so ist die Ergaenzung meist probemlos.

Mit einem Monogramm oder einer persoenlichen Widmung versehen, ist Zinn ein ganz besonderes Geschenk zu vielen Anlaessen, wie Ehrungen, Jubilaeen und Hochzeiten. Solche Dinge gewinnen von Jahr zu Jahr Wert und Schoenheit, wecken Erinnerungen und koennen als stolzer Familienbesitz von Generation zu Generation weitervererbt werden.

Zinnmarken und Stempel

Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Qualitaetszeichen von hoheitlich eingesetzten Pruefern in die fertigen Zinngeraete eingeschlagen. Hierbei wurde meist neben dem jeweiligen Stadtzeichen das entsprechende Meisterzeichen eingepraegt. Spaeter stempelten die Zinngiesser ihre Erzeugnisse selbst, und die Zuenfte wachten ueber die Einhaltung der Legierungsvorschriften. Zu diesem Zeitpunkt entwickelten sich auch immer mehr spezielle Qualitaetszeichen fuer gutes Zinn, wie z.B. die Marken mit Rose und Krone und etwa ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts der weithin bekannte Engelstempel. Dieser Engel, meist mit Waage und Schwert, sollte den Erzengel Michael als Symbol der Gerechtigkeit darstellen.

Aus Traditionsbewusstsein benutzen auch heute noch viele unsere Zinngiessereien diese alten Zeichen zusammen mit Initialen oder Namen als Firmenmarken.

Die Verwendung des Engelstempels unterliegt heute keiner Kontroller mehr, sodass leider Industriebetriebe dieses Zeichen auch auf Gegenstaenden anbringen, die lediglich ein zinnfarbenes AEusseres besitzen. Solche Gegenstaende werden oft unter Begriffen wie “Zierzinn“ oder “Dekozinn“ vertrieben. Dies ist jedoch nach der Bezeichnungsregelung RAL-RG 683 nicht zulaessig.

Die Zinngiesserinnung hat deshalb im jahre 1973 das Handwerkssiegal als neues Qualitaetszeichen fuer hochwertiges Zinn geschaffen.

Stilkunde

Was heute in vielen Schaufenstern und Regalen an Zinnwaren oft von berufsfremden Herstellern angeboten wird, zeigt vielfach ein verwirrendes Durcheinander von Stilkombinationen.

Da sind am gleichen Gegenstand Einzelteile, wie Koerper, Henkel und Deckel, aus mehreren Stilarten vereint. Zu Recht fordert der anspruchsvolle Kunde bewusst neben einer guten Qualitaet auch Stilgerechtigkeit.

Wie alle kunsthandwerklichen Erzeugnisse war auch Zinn einem Wechsel der Stilrichtungen unterworfen. Jedoch ist eine strenge zeitliche Trennung nicht moeglich, wie das bei der Architektur oder der Malerei der Fall ist.

Da zu allen Zeiten die Anfertigung der Giessformen aufwendig und kostspielig war, haben die Zinngiesser ihre Formen sehr lange genutzt, so dass die UEbergaenge zu neuen Stilrichtungen oft fliessend sind. Einige unserer Meisterwerkstaetten verfuegen ueber ein reichhaltiges Formensortiment aus frueheren Jahrhunderten. Deshalb koennen auch heute noch Nachbildung alter Originale gefertigt werden. Der grosstmoeglichen Stilreinheit eines Zinngegenstandes gilt das Bemuehen unserer Meister, die durch ihre Fachkenntnis auch besonders befaehigt sind, antike Stuecke zu reparieren und zu restaurieren.

In den letzten Jahren schufen namhafte Meisterwerkstaetten, zum Teil in Zusammenarbeit mit bekannten Designern, angetrieben von dem Willen, neue, moderne Formen zu gestalten, zeitgemaess funktionales Zinngeraet.

Zur Bestimmung typischer Stilmerkmale soil Ihnen folgende UEbersicht dienen. Darueber hinaus sind lhnen unsere Innungsbetriebe gerne fachkundige Berater.

Gotik- Glatte gedrungene Formen mit meist breiter Standflaeche, Grundkoerper wenig unterteilt, neben bauchigen Trink und Schenkgefaessen wenig anderes Geschirr bekannt, Ornamentik fast nur auf Henkelverzierung beschraenkt

Renaissance- Anfangs start mit figuerlichen und ornamentalen Reliefs verziert, spaeter glattere Grundkoerper und breitrandige Teller vielfach mit reichen Gravierungen. Typisch z.B. das sogenannte "Nuernberger Edelzinn".

Barock- Glattere und strengere Formen, wenig verziert, z.B. mit eingeschlagenen Punzenmustern, Koerper durch sparsames kraeftiges Rippendekor unterteilt.

Rokoko- Formen aehnlich wie im Barock, jedoch leichter, beschwingter, mit verspielt welligen, unsymmetrischen Rippen, Gestaltung oft Silbergeschirr aehnlich

Empire- Klassizismus und sogenanntes Louis-Seize mit haerter wirkenden Konturen, zum Teil an die Antike angelehnt, von Frankreich her beeinflusst, mit Friesbaendern, Akanthusranken, Frucht- und Blumengehaengen verziert, teilweise bemalt.

Biedermeier- Grundkoerper aehnlich wie in Barock und im Empire, jedoch einfacher, ruhiger, fast keine Verzierung, gediegenes Gebrauchsgeschirr.

Historismus- auch Altdeutscher- oder Makartstil. Grundformen aus vielen Stilepochen, hauptsaechlich der Renaissance entlehnt, meist ueberreich mit Reliefornamentik, oft figuerlichen Darstellungen verziert.

Jugendstil- Koerper oft unsymmetrisch, bildhafte leicht-plastische Reliefausschmueckung, naturalistisch nachempfundene Pflanzen- und Tiermuster, die oft als Griff oder Henkel aus der Form heraustreten. Gestaltung vielfach von namhaften Kuenstlern der Zeit. Typisch fuer diesen Stil ist das sogenannte Kayser-Zinn.

Gegenwart- Ab etwa 1920 sehr strenge, fast geometrische Formen, klare, sachliche, von der Funktion bestimmte Linien, sparsamste Ornamentik. Oberflaechen manchmal unregelmaessig aufgerauht, einfache Drehdekore, durch verschiedenartige Farbtoenungen (Hochglanz, Mattglanz, Schwaerzung) unterbrochene Flaechen.

Kannengiesserzunft - Zinngiesserinnung

Zinn wird schon in den aeltesten literarischen Dokumenten des Abendlandes z. B. Bei Homer erwaehnt. Der roemische Dichter Plautus schreibt in seinen Komoedien, dass speisen in Gefaessen aus Zinn serviert wurden. Von solchen antiken Zinngefaessen fand man bei Ausgrabungen jedoch nur fragmente. Die ersten vollstaendig erhaltenen Zinngefaesse stammen aus dem 2. bis 4. Jahrhundert nach Christus. Diese hat man in England gefunden, wo die ergiebigsten Zingruben Europas waren.

Im 9. Jahrhundert wurde Zinn neben Gold und Silber als Material fuer Kirchengeraet zugelassen. Ab dem 14. Jahrhundert setzte sich Zinn immer mehr als Geschirr in burgerlichen Haushalten durch.

In dieser Zeit bildeten sich die ersten Zuenfte, in manchen Gegenden auch Gilden, Gewerke, AEmter oder Zechen genannt. Ein Grund fuer den Zussamenschluss war die Notwendigkeit, sich vor der Konkurrenz zu schuetzen, die durch die aus der Leibeigenschaft entlaufenen bzw. entlassenen Handwerker entstand, welche aus den Doerfern in die Staedte zogen. Zwar gab es auch schon frueher Zusammenschluesse von Handwerkern, jedoch waren dies Vereinigungen mehrerer artverwandter Berufe. z B. Schmiede, Glockengiesser, Uhrmacher und Guertler.

Wann und wo die erste eigenstaendige Zinngiesser- oder Kannengiesserzunft entstand, laesst sich nicht nachweisen, sodass noch 1698 der wortgewaltige Prediger Abraham a Santa Clara aeussern konnte: “Die Arbeit und das Handwerk dieser Leute ist sehr sauber, gut und nutzlich, wann es aber seinem Anfang genommen, wissen sie es selbsten nicht".

 

 

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